schwarz/weiß vs bunt
Man liebt und wird geliebt. Man liebt und wird verletzt. Man verletzt und wird geliebt. Diese drei Erfahrungen hat wohl jeder schon mal durchgemacht. Aber wie soll man mit etwas umgehen, dass sich nicht so leicht in einer dieser Kategorien hinein fügen lässt? Ist unser Denken und Fühlen damit überfordert, wenn etwas rein logisch nicht da ist, aber die Gefühle wahrhaftig und gut sind? Warum benötigt Liebe immer eine Definition? Der wahre Mann, hat mir am Wochenende noch mal eindeutig zu verstehen gegeben, dass er keine Partnerschaft möchte, weil es für ihn die letzten Jahre durch seinen Beruf nicht funktioniert hat. Er ist jung und will erst einmal Karriere machen. Er wohnt jetzt schon sehr weit von mir entfernt, aber die Entfernung wird wahrscheinlich bald noch größer. Er mag mich aber trotzdem sehr gerne und gibt mir das Gefühl, dass es ihn sehr traurig macht, dass ich unbedingt die Definition “Partnerschaft” benötige oder den Kontakt ganz abbreche. Warum muss denn auch immer alles schwarz oder weiß sein? Warum fällt es uns Menschen so schwer bunt zu denken? Ich möchte ihn nicht ganz aus meinem Leben verlieren, denn ausgerechnet der Mann, mit dem eine Partnerschaft ausgeschlossen ist, behandelt mich so fair, ehrlich und direkt, wie noch nie einer zuvor. Gehe ich jetzt den einfachen Weg, denke weiterhin schwarz/weiß und verliere einen wahren Mann ganz oder gebe ich dem Mensch einfach auch mal eine Chance und lasse mich darauf ein bunt zu denken?
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